...Murphy und Behörden
17.1. Behörden existieren, damit gewöhnlich Sterblichen die Unfertigkeitdes Universums vor Augen geführt wird.
17.2. Das Fehlen eines Beamtenapparates würde nur den Beamten auffallen,
wenn überhaupt.
17.3. Der Sinn einer Behörde liegt in ihrer Existenz.
17.4. Eine richtige Behörde kontrolliert sich selbst.
17.5. Eine schlechte Behörde allerdings auch.
17.6. Auch eine reorganisierte Behörde bleibt eine Behörde.
17.7. Verscherze es dir in der Behörde niemals mit dem Aktenjungen,
er ist es, der die wirkliche Macht ausübt.
17.8. Untaugliche Erlasse halten 100 Jahre,
Dumme Erlässe doppelt so lange.
17.9. Es bringt wenig Sinn, einen Erlass verstehen zu wollen.
17.10. Diejenigen Beamte, die einen Erlass verstanden hatten,
sind wegrationalisiert, verstorben, im Ruhestand, der alles gemeinsam.
17.11. Leitende Beamte müssen nicht versetzt werden,
sie werden umgebettet.
17.12. Leidende Beamte werden strafversetzt.
17.13. Keine Regelung der Natur ist vor dem planlosen Eingreifen
der Verwaltung sicher.
17.14. Ein Vorgang dauert genau so lange, bis der Aktenordner voll ist.
17.15. Beamte dürfen nichts annehmen, nicht einmal Vernunft.
17.16. Was ein Beamter nicht begreift, wird von ihm untersagt.
17.17. Behörden geben Bescheide, aber keine Antworten.
17.18. Einen Beamten kann man auch durch einen Satz beleidigen,
den er gar nicht versteht.
17.19. Verwirre einen Beamten nie, indem du ihn nach
dem Sinn seiner Arbeit fragst.






