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Brief an den lieben Gott

Es war einmal ein Mann in völliger Verzweiflung. Sechs hungrige Kinder zuhause, eine kranke Frau im Bett, er arbeitslos, keinen Cent mehr auf dem Konto, kein Essen mehr im Haus.

In seiner Not schrieb er einen Brief an den lieben Gott, in dem er seine schlimme Situation schilderte und bat in um Hilfe:

 

Lieber Gott,

wenn ich nicht innerhalb von 2 Tagen tausend Euro bekomme, sind wir alle verloren. Er steckte den Brief in einen Umschlag und adressierte ihn „an den lieben Gott“

 Bei der Post angekommen, gab es Verwirrung, denn mangels einen konkreten Zustelladresse konnte der Brief nicht weiter geleitet werden.

So entschloss man sich, den Brief zu öffnen. Tief gerührt von dem Schicksal dieser Familie gab es spontan eine Spendensammlung unter den Mitarbeitern der Post. Es kamen jedoch nur 900.-€ zusammen.

Diese wurden dann dem Mann zugeschickt. Keine zwei Tage später kam erneut ein Brief an den lieben Gott bei der Post an. Die Postler öffneten auch diesen Brief. Darin stand:

Lieber Gott, vielen herzlichen Dank für die schnelle Hilfe, aber schicke bitte das nächste Mal einen Verrechnungs- Scheck, den die Drecksäcke von der Post haben bereits 100.-€ geklaut