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Schulden

Es ist April in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen. Es regnet
wie fast immer, die Stadt ist leer. Alle haben Schulden und leben auf Kredit.

Zum Glück kommt ein reicher Russe ins Interconti. Er will ein Zimmer
und legt 500 Euro auf dem Tisch, danach geht er, um sich das Zimmer
anzuschauen. Der Hotelchef nimmt schnell die Banknote in die Hand
und läuft eilends, um seine Schulden bei seinem Fleischlieferanten zu
regulieren. Dieser nimmt die Banknote in die Hand und läuft sofort los,
um seine Schulden bei seinem Schweinezüchter zu regulieren.

Dieser nimmt die 500 Euro in die Hand und beeilt sich ebenfalls,
um bei dem Futterlieferanten seine Schulden zu reduzieren.
Dieser nimmt mit großer Freude das Geld in die Hand und gibt es der
Hure, bei der er letztens war und bei der er die Dienstleistungen auf
Kredit genommen hat.

Die Hure nimmt das Geld froh in die Hand und flitzt sofort los, um ihre
Schulden bei dem Hotelchef im Interconti zu regulieren, wo sie auch
letztens öfters war und bei dem sie Kredit hat.

Und in derselben Sekunde kommt der Russe nach ausgiebiger Betrachtung
des Zimmers und der Aussicht in den regenverhangenen Himmel zurück
und sagt, dass ihm das Zimmer nicht gefiele. Er nimmt seine 500 Euro,
die (wieder) auf der Theke der Rezeption liegen, in die Hand und
verlässt die Stadt.

Niemand hat verdient, aber die ganze Stadt hat keine Schulden mehr
und schaut optimistisch in die Zukunft! So lassen sich Finanzprobleme
lösen, wenn sich Schulden in nichts auflösen.